Am Ende vom Albtraum
Hyunju Oh

↦  Sound- und Videoinstallation, Raumschiff, Linz, Austria, 2017 6 channel sound, Single channel video, 00 : 09 : 51, Lightbulb, White chair, Partially visible mirror, Objects covered with white textile, Bell, White sand
↦  Semesterarbeit M. A. 2017

Am Ende vom Albtraum ist eine Kooperation aus Hörspiel, Video, Sound und Installation mit Licht, weißem Stuhl, teilweise abgedecktem Spiegel, Beamer und einer an der Tür gehängten Glocke. Den Boden bedeckt in der Mitte weißer Sand und 6 Lautsprecher befinden sich jeweils in den Raumecken. 

Das Hörspiel fängt an, dass eine Frau den Raum nicht durch die Tür verlassen kann. Ein Klang wie Ohrensausen beginnt. Die Figur versucht aus dem Raum zu kommen, um das Problem des Eingesperrtseins zu lösen. Das Publikum hört ihr Bewegen im Raum. 

Die dargestellte Raumsituation einerseits und der imaginäre Raum des Hörspiels andererseits sind als Metapher für einen Erinnerungsraum oder mentalen Raum zu verstehen — akustisch unterlegt durch die eine abstrakte Atmosphäre suggerierende Klänge. 

Die BesucherInnen hören Stimmen, Geräusche, wie ein zu Fuß laufen, ein Pusten, ein Ein- und Ausatmen, Sturm, Wind, etc. Die Klänge symbolisieren Handlungen, Gedanken, Erinnerungen in schwierigen Situationen bzw. Probleme im Leben, für die es eine Lösung braucht.

Die im Video projizierten verschwommenen Bilder stehen für vergessene Erinnerungen, die durch die eingebauten Flashs plötzlich und unmittelbar wieder ins Bewusstsein rücken. 

Die Glocke, die beim Eintreten der Besucher läutet, symbolisiert der Frau im Hörspiel, dass sie möglicherweise Hilfe bekommt. Der Raum funktioniert gleichzeitig als Theaterbühne für das Publikum, das sich durch den performativen Klang der Soundinstallation die Situation im Hörspiel bildlich vorstellen kann.

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