Aufklärungskampagne zum Thema Fake-News
Anika Grönwoldt

↦  Großformatplakate und Onlineanzeigen
↦  Betreut von Prof.in Silke Juchter, Prof. Wolfgang Sasse ↦  Masterthesis, 2017/18

Während des US-Wahlkampfes wurden die 20 erfolgreichsten Falschmeldungen häufiger gelikt, geteilt und kommentiert als die Berichte etablierter Medien. Immer mehr Menschen informieren sich weitgehend über soziale Netzwerke. Fake-News stellen dort eine Gefahr für eine ausgewogene und sachliche öffentliche Meinungsbildung dar. Sie entziehen eine gemeinsame Gesprächsgrundlage und können folglich zur Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft beitragen. 

Um auf Fake-News und deren Auswirkungen aufmerksam zu machen, wurde eine Aufklärungskampagne der Bundeszentrale für politische Bildung gestartet. 

Neben Anzeigen auf sozialen Netzwerken sind fünf Plakate im öffentlichen Raum entstanden, die sich einer Doppelstrategie bedienen. Einerseits wird der Betrachter auf das Phänomen der Fake-­News aufmerksam gemacht, andererseits hat er die Möglichkeit, sich über qualitätsjournalistische Angebote mit weiteren Fakten zu den Hintergründen der Anzeige zu informieren.

Dazu wurden Fake-News wie echte Nachrichten gestaltet. Der Betrachter wird anschließend über die Subline und den Absender über die wahren Fakten der Anzeige informiert. 

Ziel der Kampagne ist nicht nur, den Betrachter mit den Fake-News vertraut zu machen, sondern ebenfalls das Vertrauen sowie die Glaubwürdigkeit des Qualitätsjournalismus zu stärken und die Medienkompetenz des Betrachters zu festigen. Die Wichtigkeit dessen wird deutlich anhand der Tatsache, dass der Qualitätsjournalismus als einzige Informationsquelle dient, der politische Informationen sowie Nachrichten ausgewogen und vielfältig verbreitet.

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