BLACK BOX . WHITE BOX 
Leonie Steudle

↦  Konzeptentwurf zur Belebung ungenutzter /  versiegelter Flächen
↦  Betreut von Betreut von Frauke Gerstenberg ↦  Semesterarbeit M. A. 2017/18

Wie in vielen anderen Städten findet sich auch in Kiel die Situation, dass in zentralen und beliebten Lagen weder genügend Wohnraum noch nutzbarer Außenraum bereitgestellt wird. Die Frage, wie ungenutzte, versiegelte Flächen belebt werden können, ist Ausgangspunkt des Konzeptentwurfs. 

Die Idee des Entwurfs »BLACK BOX . WHITE BOX« ist es, Raum zum Leben und Arbeiten zu schaffen, der an verschiedene Dachflächengrößen angepasst werden kann. Die Wohnmodule können alleine oder in einer Siedlung existieren. Sie werden in Verbindung mit einer Terrasse, die sich in ihrer Form an der Dachfläche des Unterbaus orientiert, auf das bestehende Gebäude gesetzt. Die Dachterrassen werden durch Brücken miteinander verbunden. Das Zentrum der hier abgebildeten Beispielsiedlung nahe des Dreiecksplatzes bilden ein Gemeinschaftsmodul sowie ein Außenbereich, die von allen Bewohnern und Anwohnern genutzt werden können. Die Wohnmodule funktionieren nach dem WG-Prinzip und bestehen aus Privatmodulen, in denen geschlafen und gearbeitet werden kann, sowie aus einem geteilten Sanitär- und Küchenblock. Das Gestaltungsprinzip beruht auf Modularität und Reduktion, einer offenen Gestaltung der Innenräume und einer Verbindung von Innen- und Außenraum. Jedes Privatmodul wird zu drei Seiten nur durch blickdichte Vorhänge abgetrennt. Durch das flexible Öffnen und Schließen der Vorhänge wird eine individuelle Raumeinteilung ermöglicht. Das Privatmodul besteht einem extrovertierten Arbeitsbereich, dessen Mobiliar flexibel verwendbar ist, unter anderem als Treppe zum introvertierten Schlafbereich, der nur durch eine Luke Verbindung nach Außen aufnimmt. Das gesamte Modul ist verglast und teilweise mit einer Polycarbonatschicht umhüllt, um einen Sichtschutz zu gewähren. Auch der Außenraum wird durch halbhohe Polycarbonatwände, die sich in ihrer Form ebenfalls an der bestehenden Dachflächen orientieren, in öffentliche und halböffentliche Räume unterteilt. Dadurch sollen auch dort verschiedene Raumsituationen geschaffen werden um nicht nur Bewohnern, sondern auch Anwohnern Raum für gemeinschaftliche Aktivitäten zu geben und mehr Leben in die Stadt zu bringen.

powered by webEdition CMS