Die Nashörner — Eugène Ionesco
Christine Salmen

↦  Ein absurdes Theaterstück als Buch
↦  Betreut von Prof.in Annette le Fort, Prof. André Heers ↦  Bachelorthesis, 2017

Das Theaterstück »Die Nashörner« von Eugène Ionesco beschreibt, wie sich die Bewohner einer französischen Kleinstadt nach und nach in Nashörner verwandeln. Nur der Protagonist Behringer bleibt als einziger Mensch. Er muss mit ansehen, wie die Menschen diesen mächtigen Tieren nicht widerstehen können. Sie schließen sich ihnen an, aus Idealismus vielleicht, aber auch aus Gedankenfaulheit, Opportunismus oder dem Vorwand eines inneren Widerstands. 

Durch eine größer und fetter werdende Schrift und den sich allmählich ausbreitenden Satzspiegel, wird die immer bedrohlichere Stimmung dargestellt. Die anfangs klar vom Dramentext getrennten Rollen, beginnen sich schrittweise mit diesem zu vermengen, bis sie letztendlich kaum noch zu erkennen sind und in der Masse untergehen. Der Mensch löst sich hier in seiner individuellen Eigenart auf, im Schutz der konformen Herde. 

Auf dem Cover wird der kraftvolle Charakter des Nashorns deutlich. Der Titel ist im fettesten Schriftschnitt der Knockout gesetzt und steht in dynamischer Schrägstellung, wie ein Nashorn, das alles mit sich reißt, was sich ihm in den Weg stellt.

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