Drei-Formen-Schrift
Merle König , Maria Alejandra Muro Mavárez , Sandra Mickelat 

↦  experimentelle Schriftgestaltung, Schwarzes und weißes Papier, Illustrator
↦  Betreut von Albert-Jan Pool ↦  Semesterarbeit B. A. 2017/18

Die Schriftzeichen einer Drei-Formen-Schrift bestehen aus drei Formen, die zunächst mehr oder weniger spontan entwickelt werden. Damit keine abgetretenen Pfade begangen werden, dürfen Kreise, Quadrate und Dreiecke mit einem rechten Winkel nicht mitmachen. Jetzt werden so viele Kleinbuchstaben zusammengesetzt wie möglich, wobei die drei Formen gespiegelt und gedreht, aber nicht skaliert werden dürfen. Bedingung ist, dass die Formen als solches erkennbar bleiben. Gelingt es nicht, alle Kleinbuchstaben des Alphabets zu bilden, dann können eine oder mehrere der drei Formen geändert werden, bis die Kleinbuchstaben a—z und das ß fertig sind. 

Die Aufgabe erscheint am Anfang meistens trivial, doch nach einer gewissen Zeit ergeben sich aus dem Spiel mit den Formen verschiedene Gestaltungsprinzipien. Diese miteinander in Einklang zu bringen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass das entstehende Alphabet als visuelle Einheit wahrgenommen wird, ist durchaus eine Herausforderung. Außerdem erschwert die geringe Anzahl der Grundformen es, die Schriftzeichen so zu gestalten, dass sie nicht nur als solches erkennbar sind, aber auch voneinander unterschieden werden können. Als Probe aufs Exempel wird mit den neuen Buchstaben ein Pangramm — ein Text, in dem alle Buchstaben des Alphabets mindestens einmal vorkommen — erstellt.

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