Ensō
Anja Lilia Cambría Oellermann, Shaouhan Hu

↦  Konzeptioneller Entwurf zum Thema »Shifting Boundaries«
↦  Betreut von Prof. Christian Teckert, Prof. Manfred Schulz, Prof. Detlef Rhein ↦  Semesterarbeit M. A. 2017

Im Zen-Buddhismus entspricht »ensō« einem handgezeichneten Kreis, der den Ausdruck des Moments symbolisiert.

Ausgehend von einer interdisziplinären Exkursion nach Japan entstand »Ensō« — ein Gemeinschaftsprojekt vom »M. A. Medical Design« und »M. A. Spatial Strategies«. Über die Analyse der Grenze zwischen Wasser und Land sowohl in japanischen Tempeln als auch im Kieler Stadtraum versuchen wir diese Grenze neu zu definieren und gemeinsam mit den situativen Empfindungen während der Reise auf den Entwurf zu übertragen. Storyboards über die verschiedensten Form- und Nutzungsvarianten führen schließlich zur Reduktion des Entwurfs auf ein simples Bild: Ein Stück Ufer bricht ab und eine Insel auf Zeit entsteht. 

Das Abbrechen geschieht subtil — ein Gewichtssensor gibt den Impuls. Die Insel treibt anschließend langsam, beinahe unbemerkt fort. Eine halbe Stunde vergeht bis die Insel wieder ans Land andockt. Auf die Fahrt kann kein Einfluss genommen werden, es kann sich der Situation nur hingegeben werden. 

Ein großer Baum und ein perfekt kreisrundes Loch dienen als Spannung zwischen natürlichem und künstlichem Irritationsmoment.

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