Gloves for Protection
Hannah Bittner

↦  Latex Handschuhe, Secondhand-Stoff (Pelz, Samt, Mohair, Baumwolle, Polyester), Schaumstoff, Teelichter, Maße variabel
↦  Betreut von Prof.in Antje Majewski ↦  Semesterarbeit M. A. 2018

Umrahmt von 100 Teelichtern liegen mehrere Vaginen nachempfundene Softsculptures auf einer Matratze. Besuchende werden vor Betreten des Raumes angehalten, mit den Vaginen in Kontakt zu treten, die Objekte zu berühren und zu erforschen — vorausgesetzt, sie tragen schützende Latex-Handschuhe. Die Entscheidung, ob sich die Betrachtenden den Objekten liebevoll, neugierig, aggressiv, ängstlich oder überhaupt nicht nähern, bleibt ihnen selbst überlassen. Das Tragen der Handschuhe schafft eine schützende Schicht zwischen Objekt und Forschenden; ob der oder die Forschende vor dem Objekt geschützt wird oder das Objekt vor den Forschenden, liegt im individuellen Empfinden der Agierenden. Die Haptik der verschiedenen organischen und anorganischen Stoffe bleibt den Betrachtenden vorenthalten und hinterlässt möglicherweise den Wunsch nach intimerer Berührung.

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