HENDŌ
Magdalena Dimanski

↦  Konzeptentwurf, Model, Animation Cinema 4D, Kurzfilm zum Thema »Shifting Boundaris«
↦  Betreut von Prof. Christian Teckert, Prof. Manfred Schulz, Prof. Detlef Rhein ↦  Semesterarbeit M. A. 2017/18

Eine chemische Verbindung und gleichzeitig der Ursprung allen Lebens. Wasser existiert überall auf der Welt — in Seen, Flüssen, Meeren, Pflanzen, Tieren und Menschen. Gleichzeitig ist die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser begrenzt. Vor allem die Verschmutzung und der exzessive Verbrauch stehen seit geraumer Zeit im Fokus der Öffentlichkeit. 

Hygiene und Nutzung innovativer Wassersysteme haben in Japan einen hohen Stellenwert. Unsere Gewohnheiten, Wasser zu konsumieren und seine Bedeutung in unserer Kultur zu analysieren und zu hinterfragen, war das Thema unserer Semesterarbeit. Wasser systematisiert unsere alltäglichen Abläufe und definiert durch Wasseranschlüsse Räume. Woher kommt das Wasser, welches wir zu Hause zum Kochen benutzen oder mit dem wir uns unterwegs die Hände waschen? 

Für gewöhnlich kommt Wasser aus dem Hahn an einer Wand. Nun verschwindet der Wasserhahn als Bindeglied und die Wand beginnt sich aufzulösen. Sie besteht jetzt nur noch aus einer textilen Membran. Nähert man sich der Wand, hört man das Geräusch des ständig fließenden Wassers. Berührt man sie, tritt Wasser aus. Es ist nicht sichtbar. Diese Metaphorik verkörpert die Wand Hendo, eine mobile Wand, die mit einem speziellen smart textil umspannt ist. Die Membran funktioniert wie ein Filter. Der Nutzer erlangt somit immer wieder sauberes Trinkwasser. Das ungenutzte Wasser wird in einem Behälter unterhalb der Wand aufgefangen und zurück in den Kreislauf geleitet. 

Die Wasserwand ist somit ein intelligentes System und gleichzeitig eine sinnliche und ästhetische Auseinandersetzung mit dem Thema.

powered by webEdition CMS