KFIELM
Viktor Dawidziuk

↦  Film aus eigenem und abgefilmtem Material
↦  Betreut von Prof. Stephan Sachs ↦  Semesterarbeit M. A. 2018

Ein Film in Kiel: Also ein Jahr filmend durch Kiel gegangen. Wenn man in Kiel wohnt, macht man eben einen Film in Kiel. So kam der Titel fast von allein. Ein Film in Kiel, also KFIELM. Meine Handy­kamera war immer in der Hosentasche, um die Spontanität zu wahren. Der ganze Film entsteht so wie der Titel. Was man nachher aus seinem eigenen Material zusammen montiert, drängt sich von selbst auf. Man filmt drauf los, wo man gerade ist und sucht sich dann sein »Zeug« zusammen. Die Szenen geben schon einen eigenen Rhythmus vor. Sie werden zusammengefügt und passend zu einen neuen Clip zusammengeschnitten. 

Es ist ein Mix aus eigenen, auch älteren Videos. Es sind auch aktuelle Ereignisse festgehalten, wie z. B. durch das Abfilmen des Fernsehers. So werden die Nachrichten einfachst dokumentiert. Es entsteht ein Mix aus dokumentarischen und experimentellen Versuchen mit bewegten Bildern. Auch wenn manches nicht ganz nachvollziehbar sein sollte oder es dilettantisch wirken mag, ist es ein Experiment in verschiedene Richtungen, um eine eigene, wenn auch sinnfreie Story zu machen. Und wenn manches lang oder beliebig wirkt, macht es den Film im ganzen Aufbau und Rhythmus zu einen »Gesamtpaket«, einem abgeschlossenen Projekt. Es ist einfach viel Material und es ist gut, wenn manches »hängen« bleibt. Das Material sammelt sich, spontan filmend auf den Weg durch Kiel, an und wächst zu einem Clip. Aber auch geplante Ausflüge wurden mit der Kamera begleitet, wie der zum Friedhof und zur Kieler Woche. Die Szenen entstehen meist spontan in der gerade erlebten Situation. Es ist nichts arrangiert, aber natürlich auf eigene Weise dargestellt und wiederum durch den Schnitt »gejagt« um eine eigene Optik und Rhythmik zu bekommen. 

Der Film hat nicht viel mit Kiel zu tun, abgesehen von der Location. Es ist eher eine Reflexion des Jahres 2017, wie ich es erlebt habe. Dazu zählen auch gesellschaftliche Ereignisse, wie die Sondierungsgespräche oder der G20-Gipfel oder persönliche Erlebnisse.

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