Les Fleurs du Mal — Charles Baudelaire
Charlotte Gosch 

↦  Buchobjekt, Schweizer Broschur mit offender Fadenbindung
↦  Betreut von Prof.in Annette le Fort, Prof. André Heers ↦  Masterthesis, 2017/18

»Les Fleurs du Mal« ist ein Gedichtband des französischen Lyrikers Charles Baudelaire. Die Gedichte handeln von dem Verdruss und der Entfremdung des Großstadtmenschen in einer hässlich und banal gewordenen Welt. Die erste Ausgabe wurde aufgrund von sechs — als anstößig verurteilten — Gedichten verboten; die zweite Ausgabe erschien 1861 ohne diese Gedichte. Das von Charlotte Gosch gestaltete Buchobjekt — eine Schweizer Broschur mit einer offenen Fadenbindung — enthält sowohl die 126 Gedichte der zweiten Ausgabe, als auch die verbotenen Teile, die als zusätzliches Heft in der hinteren Buchklappe versteckt sind. Eingeleitet wird das Buch durch elf graphische Übersetzungen ausgewählter Gedichte. Diese erzeugen zu Beginn eine düstere, unheimliche Atmosphäre. Der Gedichtband ist in sechs Kapitel unterteilt, die jeweils mit einer schwarzen Zwischenseite beginnen. Während das erste Kapitel noch von Hoffnung erfüllt ist, wird der Mensch in den folgenden Kapiteln immer weiter in den Abgrund geleitet.

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