Moor Monitoring
Merle-Christin Leuschner

↦  Standortdifferenzierte Bodenatmungsmessung zur Bewertung der Klimawirksamkeit landwirtschaftlich genutzter Moorböden in Hinblick auf eine Renaturierung
↦  Betreut von Prof.in Dr. Annika Frye, Prof. Detlef Rhein ↦  Bachelorthesis bestehend aus Dokumentation, Plakat und Modell im Maßstab 1 : 8 (9 × 9 × 22 cm)

Die Renaturierung von Moorböden stellt weltweit eine effektive und kostengünstige Möglichkeit zur Emissionssenkung dar. Hierfür bedarf es jedoch regelmäßiger und detaillierter Messungen der vom Boden ausgestoßenen Treibhausgase. Durch das MoorMonitoring-Konzept sollen die Abläufe und Messungen präzisiert werden, damit mit den Daten effizienter auf dem Emissionsmarkt gehandelt werden kann. 

Das Design der Messhauben kombiniert Vorteile bisheriger Techniken, außerdem kommen Drohnen zum Umgehen von Barrieren wie hoher Vegetation zum Einsatz. Im Gegensatz zu bisherigen, manuell nutzbaren Messhauben, ist so ein kontinuierliches Monitoring möglich, da die Abläufe automatisiert werden und kein Personenaufwand entsteht. Forscher*innen müssen nicht mehr für jeden Standortwechsel zum Feld fahren, lediglich für eine Instandnahme oder Wartung. Hinzu kommt, dass für mehrere Standorte nicht auch mehrere Kammern oder Rahmen benötigt werden, wie bei bisherigen Mess-Systemen. So kann die räumliche Variabilität besser erfasst werden und die Heterogentität des Bodens wird abgedeckt. 

Die Haube ist das erste Messgerät dieser Art, das alle technischen Komponenten beinhaltet, die zu einer Bodenatmungsmessung notwendig sind. Bisher mussten einzelne Geräte, wie zum Beispiel ein Datenlogger, von ForscherInnen neben die Hauben aufs Feld gestellt und für jede Messung mit ihr verkabelt werden. 

Zur Verlängerung der Lebensdauer sind die Messgeräte wartungsfreundlich und reparaturfähig gestaltet. Die Technik ist durch die herausnehmbaren Module leicht zugänglich. Die einzelnen Bauteile sind mit gängigen Schraubwerkzeugen leicht zu demontieren. Am Boden der Haube gibt es keinen Einschlagring mehr, sondern nur drei kleine Verankerungen. So werden weniger Wurzeln durchtrennt, was die Pflanzen beschädigt und Bodenatmung und Messergebnisse beeinflusst hat. Klimatische Bedingungen und Veränderungen werden durch Sensoren innerhalb und außerhalb der Messkammer bestimmt und dokumentiert.

powered by webEdition CMS