neben an
Sabrina Schuppelius

↦  Installation, Holz, Wandfarbe, Papier, Graphit Zeichnung: 270 × 250 cm Zeichnung gerollt: 270 × 220 cm Stellwand: 400 × 350 cm Ecke: 40 × 270 cm
↦  Betreut von Prof.in Elisabeth Wagner ↦  Gottfried Brockmann Preis 2017, Stadtgalerie Kiel

Dem Galerieraum wurde eine weitere Stellwand hinzugefügt. Sie gleicht den anderen in Größe und Farbe. Durch das Weitergehen und Umgehen der vermeintlichen Wand ändert sich jedoch ihre Form. Sie formt sich zu einem Keil und schneidet den Raum mit einem Winkel von 10 Grad. Die Wand bleibt nicht mehr nur Wand, sondern nimmt einen skulpturalen Charakter an. 

Der Graphit wurde ganzflächig auf beiden Seiten des Papieres abgerieben bis zur maximalen Verdichtung. Das Material wandelt sich mutmaßlich in ein Neues um und steht im Widerspruch seiner ursprünglichen Beschaffenheit. Durch Luftzüge gerät die Zeichnung in Bewegung und löst in diesem Moment die scheinbare Erstarrung auf. 

Die Hängung an den Stangen und gleichzeitige Distanzierung von der Wand erschließt einen zusätzlichen Raum im Dahinter und setzt die Zeichnung in ein dreidimensionales Objekt um. 

Die Rückseite der Stellwand bildet ein Magazin, welches die Hauptelemente der Installation in zwei Schaukästen ausstellt und gleichzeitig eine zeitliche Verschiebung darstellt.

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