Platina — eine Schrift der Zukunft
Stina Frenz

↦  Entwicklung einer Schrift der Zukunft, Glyphs
↦  Betreut von Albert-Jan Pool ↦  Semesterarbeit B. A. 2017/18

Vor 90 Jahren veröffentlichte die Bauersche Gießerei in Frankfurt die Schriftfamilie Futura. Sie wurde damals als »Schrift der Zukunft« präsentiert. Der konzeptionelle Ansatz von Paul Renner, der Gestalter dieser Schrift, war damals, eine Schrift »für die Maschine« zu entwickeln, frei von den Reminiszenzen der Handschrift. Im Wintersemester 2017/18 haben die Studierenden sich mit der Frage befasst, wie Paul Renner an die Aufgabe heran gegangen wäre, wenn er heute gelebt hätte. Sie gestalteten Schriften, die den Darstellungsmöglichkeiten von heute oder denen von morgen entsprechen. An die heutigen Formen des Alphabets waren sie dabei nicht gebunden. 

Für die Aufgabe, eine Schrift der Zukunft zu gestalten, habe ich Inspiration in der rapide steigenden Vernetzung der Menschen und der Welt der Technologie gefunden. Die Leiterplatte mit ihren Gittern und verbindenden Linien, brachte mich auf die Idee, die Buchstaben mit einer einzelnen Linie zu gestalten. Durch die von einer zur anderen Seite wandernden Linie entstehen fette, aber gleichzeitig leicht wirkenden Buchstaben.

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