pussy ass hands in the air , Nicht um 12, aber 13 Uhr ist schon okay , don’t talk the talk if you can’t walk the walk  
Alvar Bohrmann

↦  Druckserie aus 3 Drucken, Materialdruck, 250 × 98 cm
↦  Betreut von Prof. Piotr Nathan, Arne Rautenberg, Katharina Jesdinsky ↦  Semesterarbeit B. A.

Die Subkultur des Hip Hop entwickelte sich Anfang der 70er Jahre in sozial schwachen Gebieten in Amerika. Gegründet und etabliert von den Verlierern des Kapitalismus entwickelte sich die Rapmusik, die Teil der Hip Hop-Kultur ist, im Laufe der Jahrzehnte von der systemkritischen Musik in eine völlig neue Richtung. Ein Großteil der Rapper thematisiert den Begriff »Kapital« heutzutage sehr positiv. So werden jegliche »Besitztümer« wie klassischerweise Autos und Schmuck, aber eben auch Kleidung und neuerdings sogar Kunstwerke (siehe Jay-Z) als Statussymbole abgefeiert. An oberster Stelle steht hierbei das Ich, das durch Selbstbeweihräucherung und Selbstüberhöhung zelebriert wird. 

Rap ist somit nicht nur ein Phänomen des Kapitalismus, sondern ebenfalls eine Art Spiegel der kapitalistischen Gesellschaft, in der Wettkampf und Selbstfixion mittlerweile anerkannt oder sogar gewünscht sind, wie die Trends auf Facebook, Instagramm und Twitter zeigen. 

Meine Arbeit setzt sich mit eben jenen Themen auseinander. Die Posen der Musiker fangen Momente beim Performen der Songs (z. B. in Musikvideos) ein. Die betont lässigen Bewegungen spiegeln den Charakter der Musik wider. Zudem verfolgt das Medium Kleidung sowohl im Hip Hop als auch außerhalb das Ziel, Individualität und Persönlichkeit auszudrücken und dient somit als Werkzeug zur Selbstinszenierung.

 

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