Re_Balance
Olivia Al-Hadry, Anne-Fleur Ising

↦  Bühnenbild und Booklet
↦  Betreut von Prof. Manfred Schulz ↦  Semesterarbeit B. A. 2017

In dem Theaterstück »Re_Balance«, basierend auf dem Film ­»Remainder« von Omer Fast, wird die Vertrauensfrage und auch das Reenactment in Schauspiel, Licht, Sound und Form inszeniert. Die Thematisierung des Zeitverlustes durch das spielerische Mischen von Ursache und Wirkung ist damit maßgeblich, sowohl für den Film als auch für das Bühnenstück. Das Drama befasst sich mit den komplexen, existenziellen Fragen des Ichs, seiner Wahrnehmung und der persönlichen Form der Erinnerung. Dem Zuschauer wird es möglich neue Perspektiven und Ansichten auf das Geschehen zu entdecken und zu hinterfragen.

Entscheidend ist immer die Perspektive aus der Dinge und Erinnerungen betrachtet und gezeigt werden und so sitzt das Publikum kreisförmig um das Szenenbild verteilt. Dieses Phänomen spiegelt sich auch in der Ordnung und Lokalisierung der Betrachter wieder. Auch der Blick auf die Wippenelemente ist gekennzeichnet durch die Wahrnehmung des Objekts in seiner Dreidimensionalität im Raum. Dabei verräumlichen die Wippenfragmente die zwischenmenschliche und gesellschaftliche Vertauensfrage als wackligen Akt der Balance, dem die Schauspieler ausgesetzt sind. Die Konsequenz ist alles steht in Relation zu- und miteinander. Ob wir wollen oder nicht, mit der Endlosschleife wird deutlich, wie alles zu einem Punkt zusammen läuft und in jeder Verworrenheit und allem Chaos einen Handlungsstrang bildet.

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