UEM
Florian Pestorf

↦  Konzeptentwurf
↦  Betreut von Prof. Detlef Rhein ↦  Semesterarbeit M. A. 2017/18

Der globale Wandel und menschliche Eingriffe in das Ökosystem Meer führen dazu, dass sich die marinen Ökosysteme stark verändern. Wärmere Luft aus tropischen Gewässern erhebt sich und verwandelt Gewitter in rasende Hurrikane. Fischbestände, die kalte Meeresgewässer suchen, ziehen sich zu den Polen zurück. Das arktische Eis wird jeden Sommer dünner und die salzigen nördlichen Ozeane unter einer Schicht Süßwasser begraben. Wie passen sich die Ökosysteme an? 

An diesem Vorgang spielen physikalische Faktoren, wie der Salzgehalt des Wassers, und auch biologische Faktoren, wie das Entstehen und Verhalten von marinen Ökosystemen, eine wichtige Rolle. Wie können wir diesen Veränderungen begegnen?

 UEM (Undersea Environment Monitoring) ist ein global einsetzbares Tracking System, das marine Schlüsselvariablen überwachen kann. Der aus Modulen aufgebaute Sensor verfügt über Messgeräte, die Salzgehalt, Wassertemperatur und Nährstoffe im Meer messen können. Diese Parameter dienen als Grundlage, die Lebensräume der marinen Ökosysteme zu bestimmen. Daraus ergibt sich das Potential, Vorhersagen über mögliche Veränderungen treffen zu können. 

Das auf den Schiffen des weltweiten Schiffsverkehrs installierte Messgerät befindet sich auf dessen gesamten Strecke unter Wasser. Der mit einem Kabel verbundene Sensor wird von einem Kran zwischen der Wasseroberfläche und dem Meeresboden bis zu 2.000 Meter tief gependelt. So kann das Gerät Daten über die verschiedenen Wassersäulen sammeln. Durch das Kabel wird die Energieversorgung sichergestellt und die Messdaten übertragen. Mit diesen Informationen wird ein Ozeanmodell erstellt, das als Simulation dient. Langfristige Beobachtungen würden so präzise Prognosen schaffen. Daher wäre ein Zulassungsgesetz sinnvoll, alle Schiffe mit dieser Technik auszurüsten, denn es ist notwendig, so viele Daten wie möglich zu sammeln.

powered by webEdition CMS