Völuspá
Diana Schackow

↦  Bilderbuch, 35 × 25 cm
↦  Betreut von Prof. Markus Huber, Prof.in Annette le Fort, Prof. André Heers ↦  Bachelorthesis, 2017/18

Die nordische Mythologie fristet hierzulande eher ein Schattendasein, was ihrer unrühmlichen Indienstnahme für völkische Propaganda während der NS-Zeit geschuldet ist. Bis auf einige starre Klischees ist den meisten Menschen wenig aus diesem Sagenstoff bekannt. Überrascht musste ich bei der Lektüre einer zeitgenössischen Prosafassung der isländischen Edda (13. Jh.) feststellen, dass sie voller Poesie und Witz ist, voll von skurrilen Einfällen, schrägen Charakteren und philosophischen Überlegungen. Beim Lesen entstanden sofort Bilder im Kopf, und schnell war klar, dass dies mein Abschlussthema werden würde. Da die Edda sehr umfangreich ist, suchte ich mir die Völuspá heraus, die Weissagung der Seherin Volve, die Entstehen und Vergehen der Welt beschreibt. 

Die drei Kapitel über die Schöpfung, die Welt und das Weltenende Ragnarök sind nach den drei Figuren benannt, deren Dasein die jeweilige Epoche bestimmt: Ymir (der etwas tumbe Urriese), Odin (der nach Weisheit strebende Göttervater) und Loki (der Trickster und Unruhestifter). Kurze Texte werden abgelöst von formatfüllenden Bildern, die mit Tusche und Collagetechnik in Adobe Photoshop entstanden sind. Der Text stammt ebenfalls von mir und ist in der DTL Dorian gesetzt.

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