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Viviane Harder

↦  Plakatserie, Print und Digital
↦  Betreut von Prof. Wolfgang Sasse ↦  Semesterarbeit M. A. 2017/18

Ich habe als Null angefangen. Doch bald schon wurde ich ein binärer Code. Der erste Kontakt mit einer Krake war nicht unter Wasser, sondern an meinem Schreib­tisch. Ich suche nicht, denn Suchmaschinen finden mich. Heute erkennt man mich so ziemlich überall. Zum Beispiel in Berlin. Ich habe meine Unberechen­barkeit verloren. Und die ihre ­Unschuld. Mein Weg ist ihr Ziel. Wenn ich kaufe, verkaufe ich mich. Ich bin sicher, aber sicher nicht mehr ich selbst. 

Wer sind wir eigentlich noch wenn wir uns als Datensammlung ­sehen? 

Ich habe als Null angefangen. Doch bald schon wurde ich ein binärer Code. Als solcher ist jede angebliche Sicherheit ­meiner Privatsphäre und meiner Person verloren. ­Stationen dieses Weges wurden in einer Plakatserie festgehalten. Die ­Diskrepanz zwischen der Darstellung von Datenschutz in der Öffentlichkeit ist immens. Man spricht von Pseudo-Anonymisierung. Durch die schiere Masse an gesammelten Metadaten, sind ­augen­scheinlich »anonyme« Daten auf den Nutzer zurückführbar. Dieses Phänomen wird in den verschieden ­Medien des Plakats, Print und Digital, verdeutlicht. Im Print verdeckt die Illustration die Typographie, diese scheint »anonymisiert«. Im Digitalen hingegen, ist es ein Kinderspiel, dies Anonymisierung rückgängig zu machen und die eigentliche Information freizulegen. 

Das Projekt im Internet unter www.atchingyou.xyz zu finden.

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