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Jelena Thiel, Franziska Rast

↦  Landschaftsentwurf zur Weltausstellung in Dubai 2020
↦  Betreut von Prof.in Dr. Sandra Schramke, Prof. Manfred Schulz ↦  Semesterarbeit M. A. 2017/18

\s [:space:] ist ein regulärer Ausdruck für eine leere Fläche, dem ein fest definierter Raum zugewiesen wird. Eine vergleichbare Position nimmt unsere Entwurfsarbeit für die bevorstehende Weltausstellung in Dubai 2020 ein. 

\s [:space:] ist kein klassischer Pavillon Entwurf, der sich in das Areal der geplanten Länderpavillons der EXPO 2020 einreiht; \s [:space:] stellt sich vielmehr der Weltausstellung kritisch gegenüber, um diese zu hinterfragen. 

Die dafür konzipierte Landschaft bietet als Gegenentwurf eine Alternative zur konkurrenzorientierten Leistungsdarstellung einzelner Nationen. Ziel dabei ist es, das Gegeneinander der Selbstdarstellungen zu durchbrechen und durch Begegnung untereinander zu einem gemeinschaftlichem Miteinander anzuregen. Das erarbeitete Entwurfskonzept beansprucht den Raum eines Länderpavillons; an seiner Stelle jedoch klafft eine große Lücke. Deutlich wahrnehmbar neigt sich die Entwurfslandschaft zur westlich gelegenen Raumkante bis zu einer Tiefe von 6 Metern. Es entsteht eine Beckenlandschaft, welche zur östlichen Raumgrenze hin ausläuft. Gesäumt von vielfältigen Säulenquerschnitten unterteilt sich das Areal in drei verschiedene Erfahrungsbereiche. Begegnungs- und Informationsräume fordern den Ausstellungsbesucher zum gemeinsamen Austausch auf, während am tiefsten Punkt des Beckens die Leere und das Fehlen des Pavillons durch die raue und kühle, vor allem aber durch die tiefe Umgebung emotional verdeutlicht werden soll. Mit unserem Entwurfskonzept beabsichtigen wir, die Besucher vor Ort zu einer kritischen Reflexion und alternativen Betrachtungsweise der Weltausstellung anzuregen, ohne Ihnen dabei eine determinierte Kritik in einer offensichtlichen oder unerwünschten Form aufzudrängen.

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