Einblick/Ausblick 2020Jahresausstellung der Muthesius Kunsthochschule

Medienklasse

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  • freies Projekt, Sommersemester 2020
  • Prof. Arnold Dreyblatt und Anne Steinhagen (Lehrbeauftragte)

Anlässlich Einblick/ Ausblick, der Jahresausstellung der Muthesius Kunsthochschule Kiel und als Reaktion auf die aktuelle Situation, hat die Klasse für Medienkunst künstlerische Positionen für den Außenraum entwickelt. Neben installativen Interventionen sind auch Poster und Großflächenplakate Teil der Ausstellung im öffentlichen Raum.

Am Sonntag den 19. Juli bietet die Medienklasse eine offene Fahrradtour an, die um 14:00 im Innenhof der Kunsthochschule (Legienstrasse 35) startet. Hierbei gelten die allgemeinen Hygiene und Abstandsregelungen.

  1. »virtuelle sozialisation« von Jonathan BOY
    instagram: onnellinen
    → Verwenden Sie dieses Bild als Darstellung einer Zeit. Eine Zeit, die die Freiheit einschränkt, eine Zeit, in der Sozialisation Virtualität bedeutet. Eine Zeit in der High Definition der Verpixelung Platz macht.
    Im Hof der Muthesius Kunsthochschule

  2. »room for two« von Mateusz Dworczyk
    instagram: mateuszdworczyk, web: fd8594.eu
    → Die Screenshot-Kompositionen bestehen aus Live - und Sexwebcams, die in einer mehrteiligen Arbeit neu zusammengesetzt werden. Die Fülle an Rauminszenierungen gewähren einen Einblick in eine vermeintlich private Raumsituation. Hier wird das Internet als ein Ort thematisiert, an dem Selbst- und Fremdinszenierungen ineinanderfließen und die Grenzen zwischen öffentlichen sowie privaten Räumen ständig neu ausgehandelt werden müssen. Kirchhofallee 47-49, Bahnhofstraße Nähe Adolf-Eestphal-Straße

  3. »witness to the (digital) world« von Fleckstein
    instagram: fleck.stein, web:fd8594.eu
    → Fleckstein stellt die Anonymität entgegen der Prominenz und der Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken. Durch das Einbinden des eigenen Selbstbildes (selfie), sowie der Verwendung der Ästhetik von social-software-interfaces soll das romantisierte Bild des uniformierten Individuums negiert werden. Bahnhofstraße 49, Bahnhofstraße 51

  4. »Ausblick« von Hecht & Lantin
    → Das Plakat zeigt eine Frau mit drei Augen. Mit der Aufschrift »Aufwachen für 0,00 Euro«, erinnert es an ein handelsübliches Werbeplakat. Der zweite Slogan, »Angst macht schwach und krank. Mut tut gut«, soll den Betrachtenden in Krisenzeiten daran erinnern, den Blick mutig in Richtung Zukunft zu wenden. Kirchhofallee 44/ Boninstraße

  5. »blank« von Helena Hintz
    → Worte, die wir lange nur gedacht haben. Worte, über die wir lange nur geschwiegen haben. Worte, die wir alle im Kopf haben.
    Grasweg 32, Kaiserstraße 51 Seite Medusastraße, Ringstraße 37-39

  6. »Innenleben« von Henny Holländer
    → In Zeiten der Isolation durch das Coronavirus haben wir uns in unsere Wohnungen zurück gezogen. Das Projekt macht die Menschen in ihrem Zuhause sichtbar für andere und schafft eine neue Art des Miteinanders. Das Projekt ist vom 16.-19.7. von jeweils 22.30-23.30 Uhr ausgestellt. Weißenburgstraße 45/ Ecke Westring

  7. »vorigen Handschuh« von Fanny Hübner
    instagram: fanny.hue
    → In den Wintermonaten gehen häufig einzelne Handschuhe verloren und finden nur selten zu ihrem Gegenstück zurück. Ohne ihre ursprüngliche Funktion sind sie nutzlos geworden, werden Teil ihrer Umgebung. Die Sammlung verlorener Handschuhe der letzten Jahre ist ein Versuch, diese erneut sichtbar zu machen und mit ihrem ursprünglichen Fundort zu verknüpfen. Exerzierplatz 19, Bahnhofstraße nähe Gablenzbrücke, Litfaßsäulen im Stadtraum

  8. »Südseesehnsucht« von Sophia Jager
    und Anne Heydasch
    → In Zeiten von Corona ist es für viele Menschen nicht möglich in den Urlaub zu fliegen, aber die Sehnsucht nach Strand, Meer und Sonne bleibt. Zu dem üblichen Bild des südländischen Strandes gehören typische weiße Plastikliegen, ein Sonnenschirm und strahlend blaues Meer. Die Arbeit setzt eine Oase in die Heimat, die den Wunsch erweckt, sich im Urlaub auszuruhen. Doch unvollkommene Strandmöbel, fehlende Schirmbedeckung und zerschnittene Sitzflächen machen es unmöglich. Durch die Darstellung der unmöglichen Oase werden uns einmal mehr unsere Sehnsüchte und was uns gerade fehlt und unfreiwillig genommen wurde ins Gedächtnis gerufen. Lessingplatz

  9. »Wo gehen wir hin?« von Edda Moy
    instagram: edda_moy
    → Diese Frage kann sowohl gesamtgesellschaftlich gesehen-, als auch auf das Individuum bezogen werden. Durch das Porträtieren von Fußsohlen unterschiedlichster Menschen wird der Blick auf ganz persönliche Lebenswege offenbart. Litfaßsäulen im Stadtraum

  10. »Can`t make me shut up if I already spoke«
    von Malin Müller, instagram: malin_mue
    → Sexismus ist ein strukturelles Problem. Menschen, die weiblich gelesen werden und/oder nicht in das binäre Geschlechterkonzept passen, sehen sich jeden Tag damit konfrontiert. Dieses Projekt möchte dazu beitragen, dass Stimmen von Betroffenen gehört werden und dass Erfahrungen von Sexismus nicht einfach hingenommen, sondern öffentlich thematisiert und problematisiert werden. Litfaßsäulen im Stadtraum

  11. »Mütter« von Finja Nielsen
    instagram: finjarnielsen
    → Lavendelöldruck auf Stoff, 2020 Rosemarie-Kilian-Park

  12. »wasteland« von Anne Sensel
    instagram: lesnesa
    → Die Arbeit »wasteland« zeigt die Anordnung ausgewählter Einzelfotos einer Serie. Die ursprüngliche Fotoserie entstand im kleinstädtischen Umfeld, 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Durch die Verdichtung von Zeichen im öffentlichen Raum, wird der Versuch unternommen eine bestimmte Atmosphäre widerzuspiegeln. Hopfenstraße 10 , Bahnhofstraße 39

  13. »anBANDeln« von Melina Julie Sieverling,
    instagram: @melinajuliechen
    → »Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zu allerersten Mal wirklich sieht.« Christian Morgenstern. Rosemarie Kilian-Park, Schräger-Funken-Park, Wilhelminenstraße/ Knooper Weg, Legienstraße/ Wilhelminenstraße, Lessingplatz

  14. »auch Therapie« von Victoriia Smirnova
    → Diese Arbeit verbirgt in sich den Weg zur Ruhe, die man nur in sich selbst finden kann. Rosemarie-Kilian-Park, Lessingplatz

  15. »Die Kunst der disTanz« von Sung-Ho Jo
    instagram: studiosunghojo
    → Jo, welcher auf der Grundlage der Physikforschung mit Fotografie arbeitet, extrahiert ein Bild aus der Serie »Focuser« und zeigt damit die durch Corona verursachten physischen Entfernungen künstlerisch auf. Legienstraße 44/ Knooper Weg

  16. »Besucher« von Angela Vega
    instagram: angelangela.111
    → Wenn Menschen in Ihren Häusern eingesperrt sind, kehren die Besucher in die Stadt zurück. Tiere kommen in Städte, die Natur ist zurück, wie schön. Saldernstraße/ Knooper Weg

  17. »knowing me knowing you« von Fanny Hübner
    und Malin Müller
    → Die Arbeit »knowing me knowing you« dokumentiert Freundinnenschaft und Zusammenleben der Künstlerinnen. Persönliche Bilder werden in den Außenraum transportiert und setzen dem männlich geprägten Blick in der Fotografie einen weiblichen entgegen.
    Bahnhofstraße gegenüber vom Arbeitsamt

Kontakt: Instagram: medienklasse_kiel