Einblick/Ausblick 2020Jahresausstellung der Muthesius Kunsthochschule

Transparent Interaction to Erase Disadvantages

Helen Anders

  • Masterprojekt, Wintersemester 2019/2020
  • Prof. Frank Jacob

Eine neue Dimension der digitalen und inklusiven Kommunikation. (Research, Testing, Physical Computing)

Kommunikation ist ein Tool, zu dem jeder das Recht und die passenden Mittel zur Umsetzung haben muss. Unsere heutige Kommunikation ist vielfältig und hat sich dank der Nutzung von Emojis stark verändert. Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, die sich Textnachrichten inklusive Emoji von existierenden Bedienhilfen vorlesen lassen müssen, haben große Schwierigkeiten Emojis in ihrem Kontext richtig aufzufassen. Das Semesterprojekt setzte sich das Ziel, die digitale Kommunikation als inklusive Kommunikation für alle zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit Nutzern ist das Konzept entstanden, Emojis in haptische Vibrationsmuster zu transferieren um die jeweilige Emotion hinter dem Emoji beim Nutzer zu erzeugen. Im ersten Schritt wurden Nutzer gebeten, die gängigsten Emojis in die acht Hauptemotionen einzuordnen. In weiteren Tests wurde untersucht, welches Vibrationsmuster die Nutzer für die jeweiligen Emotionen anlegen. Ergebnis der Arbeit war, dass viele Vibrationsmuster je Emotion Nutzer-übergreifend ähnlich oder gleich waren und es möglich ist, Emotionen in Vibrationen zu kodieren. In zukünftigen Szenarios ist es denkbar, dass die Vibration - ersetzend oder unterstützend zur visuellen und auditiven Darstellung - Emojis in Nachrichten vermittelt.
Eingebettet in die bisherigen Bedienhilfen der Betriebssysteme, bringt Transparent Interaction to Erase Disadvantages damit eine neue Ebene der heutigen Kommunikation für alle ins Spiel!
Realisiert wurde das Projekt mit Arduino & Processing.

Kontakt: http://helenanders.de, helen.anders@gmx.de